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KI wird Ihren Mitarbeitern nicht die Arbeit wegnehmen. Das wird jemand anderes tun.

Ein Bericht der Weltbank zeigt, dass polnische Unternehmen ihre Produktivität durch KI-Implementierung um 10–15% steigern könnten. Das Problem ist nicht technischer Natur – es ist ein Entscheidungsproblem.

KI wird Ihren Mitarbeitern nicht die Arbeit wegnehmen. Das wird jemand anderes tun.

Am 12. März 2026 veröffentlichte die Weltbank den Bericht Innovation Rising: Lifting Central and Eastern Europe's Jobs and Growth Potential – die jährliche Ausgabe des EU Regular Economic Report, diesmal gewidmet Polen, Kroatien, Bulgarien und Rumänien. Ich lese solche Berichte, weil sie Daten enthalten, die in Branchenpräsentationen nicht vorkommen. Und diesmal fand ich darin einen Satz, der auf die Agenda jedes Vorstands in Polen gehören sollte.

Er lautet: Polnische und mitteleuropäische Unternehmen könnten ihre Arbeitsproduktivität um 10–15% steigern – allein durch eine breitere Implementierung digitaler Werkzeuge, einschließlich KI. Nicht durch neue Mitarbeiter. Nicht durch neue Investitionen in Maschinen. Durch Technologie, die bereits existiert und verfügbar ist.

Das Paradox, das die meisten Vorstände umgehen

In Polen fließen 26% der Unternehmensinvestitionen in immaterielle Vermögenswerte – Software, Daten, Know-how. Der EU-Durchschnitt liegt bei 37%. Diese Lücke ist heute kein technisches Problem. Es ist ein Entscheidungsproblem – auf Seiten der Vorstände, nicht der IT-Abteilungen.

Gleichzeitig dreht sich die Mehrheit der Diskussionen in polnischen Unternehmen um etwas anderes: ob KI Arbeitsplätze wegnehmen wird. Die Gartner-Prognose für 2030 beantwortet diese Frage eindeutig – KI wird weltweit mehr Arbeitsplätze schaffen als abbauen. Bis 2031 werden über 30 Millionen Stellen pro Jahr neu gestaltet, nicht eliminiert.

Daher meine Schlussfolgerung: KI ist keine Bedrohung für Ihre Mitarbeiter. Sie ist eine Bedrohung für Unternehmen, die auf mehr Sicherheit warten, anstatt zu handeln.

Wer verliert tatsächlich seinen Job durch KI

Aus meinen Beobachtungen geht hervor, dass KI keine Arbeit wegnimmt. Es ist der Mensch, der KI nutzt – der sie demjenigen wegnimmt, der sie nicht nutzen will.

Das ist keine Metapher. Das ist ein Marktmechanismus, der bereits heute wirkt. Ein Mitarbeiter mit einem gut kalibrierten KI-Werkzeug erledigt die Arbeit, für die vor einem Jahr zwei oder drei Personen nötig waren. Nicht weil er klüger ist. Sondern weil er sich weitergebildet hat.

Die richtige Frage für den Vorstand lautet daher nicht: „Wird KI meine Mitarbeiter ersetzen?". Sie lautet: „Sind meine Mitarbeiter bereit, mit KI zu arbeiten – und wer in diesem Unternehmen ist dafür verantwortlich?"

Meine Schlussfolgerung für Vorstände

Der Bericht der Weltbank beschreibt keine technologische Revolution. Er beschreibt eine Entscheidungslücke – zwischen dem, was möglich ist, und dem, was Unternehmen in Polen tatsächlich tun.

Ich bereite gerade einen Bericht aus Interviews mit Vorstandsvorsitzenden der größten polnischen Unternehmen vor – darüber, wie sie heute die durch generative KI ausgelösten Veränderungen wahrnehmen und darauf reagieren. Die ersten Erkenntnisse sind überraschend. Über die Details werde ich in Kürze berichten.

Der Weltbank-Bericht Innovation Rising ist kostenlos verfügbar → worldbank.org/en/region/eca/publication/eurer

Liebe Leserin, lieber Leser. Wenn Sie der Meinung sind, dass das oben beschriebene Thema Ihr Unternehmen betrifft und Sie mit mir im Vorstandskreis darüber sprechen möchten, wie Sie diese Daten in eine konkrete KI-Strategie übersetzen können – nehmen Sie gerne Kontakt auf. Leszek Giza.

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